Da, wo ich mich wohlf?hle – Родина для молодежи

„Da, wo ich mich wohlf?hle, geborgen und verstanden, da, wo ich aufgewachsen bin.“ So allgemein umschreiben es die meisten Jugendlichen. „Heimat ist kein Territorium, eher ein Gef?hl“, sagen vage die einen; unsicher: „Vielleicht das Haus oder die Stadt, in der ich lebe, weil hier meine Freunde sind“, die anderen. Kaum einer, der „Deutschland“ nennt. Was macht es uns so schwer, Heimat so zu bestimmen, wie es unsere Eltern und Gro?eltern noch konnten? Warum f?llt uns bei Heimat weder der Michel ein noch die Zugspitze, weder das Brandenburger Tor noch der Rhein?

Wir sind in Neubauvierteln gro? geworden, mit Cola und Corn-flakes, mit Michael Jackson und „Sesamstra?e“. Wir wollten nicht mehr Polizist werden und Prinzessin, sondern Filmstar oder ?lmilliard?r. Wir sind mit sieben schon auf Mallorca gewesen und haben die Familie im Stockwerk ?ber uns nicht gekannt. Wir konnten mit zw?lf schon Englisch und verstanden Omas Dialekt nicht mehr. Wir haben lieber Gameboy gespielt als R?uber und Gendarm. Wir lernten von vielen Kulturen und kennen die eigene am wenigsten. Wir arbeiten mehr mit Computern und Maschinen als mit Menschen.

Heimat hat viel zu tun mit Geborgenheit mit dem Gef?hl, zusammenzugeh?ren. Das finden nahezu alle Jugendlichen, mit denen wir gesprochen haben.

Aber: Die Anonymit?t der St?dte, die Hektik, der wachsende Egoismus lassen f?r Gemeinschaft nicht viel Platz. Die Kirchen sind nur Heiligabend voll, Stadtteilvereine und Stra?enfeste k?nnen die d?rfliche W?rme kaum ersetzen. Ohne die Verbundenheit mit Ort und Menschen kann aber auch kein Heimatgef?hl entstehen.

deshalb greifen wir aus dem begrenzten Raum der Wohnung, des Zimmers zur?ck, auf den engsten Kreis von Freunden und Verwandten. Was f?r unsere Eltern noch unvorstellbar war, ist f?r uns Realit?t: Heimat ist verschiebbar. Weil wir Kindheitserlebnisse nicht mehr an Orte, sondern vielmehr an Menschen kn?pfen, k?nnen wir Heimat quasi in den Umzugkarton packen und am neuen Wohnort herausholen, sei es nun Kiel oder Tokio.

Selbst Sprache ist, seitdem Dialekte nur noch selten zu h?ren sind und Englisch allgegenw?rtig ist, als Bindeglied zur Nebensache geworden. Ist das aber noch Heimat? So unsicher, wie Deutschlands Jugend bestimmt, was Heimat ist, so sicher kann sie sagen, was nicht: das Vaterland n?mlich. Vaterland (oder Geburtsland, was f?r uns besser klingt, weil „Vaterland“ den faschistischen Beigeschmack noch lange nicht verloren hat), das ist Deutschland. Nur, weil man hier geboren ist. „Heimat positiv“ – „Vaterland ist ein konkreter Ort, Heimat eher ein Gef?hl.“

Sicherlich, uns geht es viel besser als den Generationen vor uns. Wir k?nnen reisen, wohin wir wollen, wohnen, wo es uns passt (gesetzt den Fall, dass es noch Wohnungen gibt). Wir brauchen nur auf einen Knopf zu dr?cken, schon k?nnen wir w?hlen zwischen Spielfilm, Talk-Show, Quiz und Nachrichten – uns die Welt ins Wohnzimmer holen. Wir k?nnen aussehen, wie wir m?chten, tragen, was uns gef?llt. Wir leben leichter, bequemer und l?nger als unsere Gro?eltern. Wir k?nnen vieles haben, was man kaufen kann.

Nur Heimat nicht.

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